Ein Sommer in Hamburg

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Lektion 1-Dialog 1(出会い)           Lektion 1-Dialog2(自己紹介)
Lektion 2-Dialog 1(余暇の過ごし方)       Lektion 2-Dialog2(食事の好み)
Lektion 3-Dialog 1(家族紹介 その1)      Lektion 3-Dialog2(家族紹介 その2)
Lektion 4-Dialog 1(買い物 品定め)       Lektion 4-Dialog2(時間を聞く)
Lektion 5-Dialog 1(道を聞く)          Lektion 5-Dialog2(色彩表現)
Lektion 6-Dialog 1(電話で誘う)         Lektion 6-Dialog2(旅行の計画)
Lektion 7-Dialog 1(週末にしたこと)       Lektion 7-Dialog2(カバンをなくす)
Lektion 8-Dialog 1(待ち合わせに遅れて)     Lektion 8-Dialog2(サッカーの人気)
Lektion 9-Dialog 1(決まり文句)         Lektion 9-Dialog2(風邪をひいて)
Lektion 10-Dialog 1(歴史的な事件)      Lektion 10-Dialog2(クリスマス)



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Lektion 1 - Dialog 1(出会い)

K: Kilian / Y: Yuka

K: Hallo!

Y: Hallo!

K: Ist der Platz noch frei?

Y: Ja, bitte.

K: Danke. Bist du auch Studentin?

Y: Ja, ich studiere Musik. Und du? Was studierst du?

K: Ich studiere Japanologie.

Y: Ach ja? Ich komme aus Japan. Übrigens, ich heiße Yuka. Wie heißt du?

K: Ich heiße Kilian. Ich komme aus Bremen und wohne jetzt im Studentenwohnheim. Und du, Yuka? Wo wohnst du?

Y: Ich suche gerade eine Wohnung.



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Lektion 1 - Dialog 2(自己紹介)

Y: Yuka / M: Frau Meier

Y: Guten Tag, Frau Meier. Ich heiße Yuka Sato. Ich suche eine Wohnung.

M: Guten Tag, kommen Sie doch rein.

M: Frau Sato, Woher kommen Sie?

Y: Ich komme aus Japan.

M: Ach so. Kommen Sie aus Tokyo?

Y: Nein, aus Hiroshima.

M: Und was sind Sie von Beruf?

Y: Ich arbeite noch nicht. Ich bin Studentin.

M: Wie lange bleiben Sie in Hamburg?

Y: Vielleicht noch ein Jahr.



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Lektion 2 - Dialog 1(余暇の過ごし方)

K: Kilian / Y: Yuka


K: Yuka, was machst du eigentlich in deiner Freizeit?

Y: Ich höre gern Musik. Und ich lese auch gern Krimis. Und du?

K: Ich gehe gern ins Kino. Und am Wochenende spiele ich oft Fußball. Treibst du auch Sport?

Y: Ja, ich spiele gern Tennis. Und ich gehe ab und zu ins Schwimmbad.

K: Wirklich? Ich schwimme auch sehr gern. Gehen wir vielleicht heute Nachmittag zusammen schwimmen?

Y: Ja, gute Idee.



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Lektion 2 - Dialog 2(食事の好み)

K: Kilian / Y: Yuka


K: Heute ist es heiß. Im Sommer trinke ich gerne kalte Cola. Trinkst du auch Cola?

Y: Nein, ich trinke lieber Mineralwasser. Aber ich habe Hunger. Essen wir nicht eine Wurst?

K: Ja, warum nicht. Isst du gern Bockwurst? Oder lieber Bratwurst?

Y: Ich esse lieber Bratwurst.

K: Mit Senf oder ohne Senf?

Y: Mit Senf bitte.

K: Wie schmeckt es dir?

Y: Wunderbar. Sehr lecker.

M: Ja, die Bratwurst hier schmeckt sehr gut.

Y: Sieh mal, da ist eine Eisdiele. Essen wir nachher auch ein Eis?



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Lektion 3 - Dialog 1(家族紹介 その1)

Y: Yuka / M: Frau Meier


M: Frau Sato, ist das Ihr Bruder?

Y: Ja, das ist mein Bruder. Er heißt Hiroshi.

M: Wie alt ist er?

Y: Er ist erst 10. Er geht noch in die Grundschule.

M: Was hat er in der Hand?

Y: Meinen Sie das? Das ist sein Gameboy.

M: Gameboy? Was ist denn das?

Y: Das ist ein Computerspiel. Viele Kinder in Japan spielen Gameboy.

M: Ach so. Und was ist das? Ist das ein Handy?

Y: Nein, das ist eine Digitalkamera.



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Lektion 3 - Dialog 2 (家族紹介 その2)

K: Kilian / Y: Yuka


Y: Kilian, hast du Geschwister?

K: Ja, ich habe einen Bruder, aber keine Schwester. Mein Bruder ist 26 (sechsundzwanzig) Jahre alt und wohnt schon seit 3 Jahren in Osaka.

Y: Was macht er dort?

K: Er ist Programmierer und arbeitet bei Fujitsu.

Y: Spricht er auch Japanisch?

K: Ja, er ist ein Sprachgenie. Außer Japanisch und Deutsch spricht er Englisch, Französisch,Chinesisch und natürlich Kansai-Dialekt. Statt Guten Tag sagt er immer Mokarimakka.

Y: Ach, das ist lustig.

K: In den Ferien besuche ich meinen Bruder oft. Da gehen wir zusammen Karaoke singen oder in der Disko tanzen. Wir fahren auch mit dem Auto aufs Land.

Y: Hat dein Bruder ein Auto?

K: Nein, er hat kein Auto, aber er mietet sich oft einen Wagen. Auto fährt er sehr gern.

Y: Und du? Fährst du auch gern Auto?

K: Tja, ... ein Auto ist praktisch und bequem. Aber ich fahre lieber Rad.



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Lektion 4 - Dialog 1(買い物 品定め)

K: Kilian / Y: Yuka


Y: Du, Kilian, Andi hat morgen Geburtstag. Ich möchte ein Geschenk für ihn kaufen.

K: Hm,... schenk ihm doch eine DVD. Er sieht gern Spielfilme.

Y: Wieviel kostet eine Spielfilm-DVD?

K: Sie kostet normalerweise 30 Euro.

Y: Tja,... das ist leider zu teuer. Ich habe nicht soviel Geld dabei.

K: Dann schenk ihm doch eine Musik-CD. CDs sind relativ billig.

Y: Ja, das ist eine gute Idee.

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Y: Ich glaube, er hört gern Oldies. Wie findest du diese CD?

K: Welche CD? Ah, die Beatles. Ich finde sie nicht schlecht.

Y: Gefällt sie dir? Hoffentlich gefällt sie ihm auch gut. Übrigens, welche Musik hörst du gern?

K: Ich höre gern japanische Musik. Die Gruppe Southern All Stars gefällt mir am besten.



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Lektion 4 - Dialog 2(時間を聞く)

Y: Yuka / M: Frau Meier


M: Frau Sato, wie gefällt es Ihnen in Hamburg?

Y: Hamburg gefällt mir sehr gut. Die Stadt ist sehr groß. Und es gibt viele interessante Veranstaltungen, wie etwa Theater, Filme, Opern und Konzerte.

M: Ja, und Hamburg hat auch viel Natur, nicht wahr?

Y: Ja, Wasser und Grün. Der Hafen ist auch sehr interessant. Ich will heute mit Kilian eine Schifffahrt auf der Alster machen.

M: Ah, sehr schön. Wann fährt das Schiff?

Y: Pünktlich um 5 Uhr.

M: Dann sollten Sie langsam gehen. Es ist schon spät.

Y: Ja? Wie spät ist es denn jetzt?

M: Es ist bald halb 5.

Y: Halb 5? Dann muss ich gehen. Ich muss noch Fahrkarten kaufen.

M: Also, dann. Auf Wiedersehen, und viel Spaß.

Y: Danke, auf Wiedersehen.



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Lektion 5 - Dialog 1(道を聞く)

Y: Yuka / P: ein Passant


Y: Entschuldigen Sie, Darf ich Ihnen eine Frage stellen?

P: Ja, natürlich. Wie kann ich Ihnen helfen?

Y: Wie komme ich zur Schiffsanlegestelle?

P: Hm, gehen Sie hier etwa 100 (hundert) Meter geradeaus bis zu einem Lebensmittelgeschäft.

Y: Einen Moment, ich mache eine Notiz. 100 Meter geradeaus,... und ein Fotogeschäft, ... Auf welcher Seite liegt das Geschäft?

P: Auf der linken Seite. An dem Geschäft dann nach rechts und wieder geradeaus, und dann an der zweiten Kreuzung wieder nach links, dann können Sie schon die Schiffe sehen.

Y: Wie lange dauert es von hier zu Fuß?

P: Das ist nicht so weit, höchstens 10 Minuten.

Y: Vielen Dank.

P: Nichts zu danken. Einen schönen Tag noch, tschüs!

Y: Danke, gleichfalls, auf Wiedersehen.



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Lektion 5 - Dialog 2(色彩表現)

K: Kilian / Y: Yuka


K: Yuka, welche Farbe magst du ?

Y: Ich mag Schwarz. Ein schwarzes Kleid und schwarze Schuhe finde ich sehr schick.

K: So? Schwarz ist zu dunkel. Gefällt dir keine andere Farbe?

Y: Doch. Grün ist auch schön. Die Farbe ist mit der Natur verbunden. Ich mag besonders Hellgrün. Und du? Welche Farben liebst du?

K: Ich mag Blau und Weiß. Das sind meine Lieblingsfarben.

Y: Warum?

K: Diese Farben erinnern mich irgendwie an den Sommer. Die weißen Wolken und der blaue Himmel, das ist doch schön.

Y: Ja, das blaue Meer und den weißen Strand finde ich auch nicht schlecht. Dazu gehört auch noch die rote, heiße Sonne.

K: Warum ist denn die Sonne rot? Die Sonne ist doch gelb.

Y: Nein, die Sonne ist rot. Gelb ist nur der Mond. Jedenfalls denken wir Japaner so.

K: Ah, interessant. Deutsche Kinder malen normalerweise die Sonne gelb und den Mond weiß. Die Farbempfindung muss also je nach der Kultur anders sein.



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Lektion 6 - Dialog 1(電話で誘う)

K: Kilian / Y: Yuka


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Y: Yuka Sato.

K: Hallo, Yuka, hier spricht Kilian.

Y: Ah, Kilian, hallo.

K: Du, Yuka, hast du am Wochenende etwas vor?

Y: Nein, ich habe nichts vor. Warum fragst du?

K: Sonntagnachmittag machen wir zu Hause eine Grillparty. Machst du mit?

Y: Super, ich komme. Darf ich auch meine Freundin mitbringen?

K: Na, klar. Übrigens, vorher möchte ich für die Party etwas einkaufen. Kannst du mir bitte helfen?

Y: Ja, gerne. Wo sollen wir uns treffen? Bei dir zu Hause?

K: Nein lieber direkt vor dem Kaufhaus "Karstadt".

Y: "Karstadt"? Wo ist denn das?

K: In der Stadtmitte. Fahr doch mit dem Bus Linie 4 Richtung Alster. Und steig an der Haltestelle Mönckebergstraße aus. Da kannst du es schon sehen.

Y: Und wann soll ich kommen? Ab 3 Uhr habe ich immer Zeit.

K: O.K., um 3 vor dem Haupteingang. Ist es dir recht so?

Y: Ja, alles klar. Bis dann, tschüs!



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Lektion 6 - Dialog 2(旅行の計画)

K: Kilian / Y: Yuka


K: Hallo, Yuka, was machst du denn da?

Y: Hallo, Kilian. Weißt du, nächste Woche gibt es ein Hafenfest in Kiel.

K: Ja, das weiß ich. Das Fest ist sehr berühmt. Willst du einen Ausflug nach Kiel machen?

Y: Ja, ich suche gerade im Internet die Zugverbindung dafür.

K: Ah, interessant.

Y: Heutzutage kann man sogar per Internet die Fahrkarte bestellen. Man tippt hier die Abfahrtszeit und den Zielort ein und klickt auf diesen Knopf. Voilà. Eine Liste der möglichen Zugverbindungen.

K: Wunderbar. Wann fährt der Zug ab?

Y: Der InterRegio hier fährt um Viertel vor 9 von Hamburg ab, und kommt um 10 Uhr in Kiel an.

K: Fährt der Zug direkt nach Kiel?

Y: Nein, leider nicht. Man muss in Neumünster umsteigen.

K: Wann willst du zurückkommen?

Y: Das weiß ich noch nicht. Aber ich möchte dort auch andere Sehenswürdigkeiten besichtigen. Daher komme ich erst sehr spät zurück.

K: Es ist ein bisschen gefährlich, spät am Abend allein auf der Straße zu laufen. Ruf mich doch an! Ich hole dich dann vom Bahnhof ab.

Y: Danke, Kilian. Das ist sehr nett von dir.



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Lektion 7 - Dialog 1(週末にしたこと)

K: Kilian / Y: Yuka


Y: Du, Kilian, was hast du am Wochenende gemacht? Hast du wie immer Fußball gespielt?

K: Nein, diesmal nicht. Ich war den ganzen Tag zu Hause.

Y: Warum? Das Wetter war doch sehr schön.

K: Ja, aber ich musste japanische Vokabeln lernen. Morgen haben wir nämlich einen Test. Und du, Yuka? Was hast du am Wochenende gemacht?

Y: Am Samstag habe ich mein Zimmer sauber gemacht und die Wäsche gewaschen. Am Abend habe ich nur Musik gehört und dabei auf der Couch Zeitschriften gelesen.

K: Und am Sonntag? Hast du nicht Klavier gespielt?

Y: Doch, am Vormittag habe ich zwei Stunden Klavier geübt. Am Nachmittag hatte ich aber Besuch. Das war eine Überraschung.

K: Wer hat dich denn besucht?

Y: Eine Freundin aus meiner Schulzeit. Am Abend haben wir zusammen gegessen und getrunken. Wir haben uns lange unterhalten. Das war wirklich sehr schön.



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Lektion 7 - Dialog 2(カバンをなくす)

K: Kilian / Y: Yuka


Y: Kilian, hast du einen Stift?

K: Ja, in meinem Rucksack. Moment, aber wo ist mein Rucksack?

Y: Was? Hast du ihn verloren?

K: Ich hatte ihn eben noch in der Hand.

Y: Wo warst du eben? Hast du heute vielleicht in der Mensa gegessen?

K: Ja... In der Mensa habe ich meinen Rucksack auf den Tisch gelegt.

Y: Dann liegt er immer noch auf dem Tisch.

K: Oder habe ich meinen Rucksack an den Stuhl gehängt?

Y: Dann hängt er immer noch am Stuhl.

K: Ach Quatsch. Nach dem Essen habe ich mit meinem Handy in der Bibliothek telefoniert. Mein Handy habe ich immer in meinem Rucksack.

Y: Das heißt, bis dahin hattest du deinen Rucksack noch.

K: Ja, so ist es.

Y: Moment mal! Was hast du denn da auf deinem Rücken?

K: Auf meinem Rücken? Nein, so was. Da ist ja mein Rucksack. Yuka, du hast ihn gefunden! Danke!

Y: ?!



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Lektion 8 - Dialog 1(待ち合わせに遅れて)

K: Kilian / Y: Yuka


Y: Kilian, hast du schon lange gewartet?

K: Nein, erst 30 (dreißig) Minuten.

Y: Tut mir leid. Aber mein Fahrrad ist kaputt gegangen. Der Reifen ist geplatzt. Das konnte ich selber nicht reparieren.

K: Arme Yuka. Was hast du mit deinem Fahrrad gemacht?

Y: Das habe ich wieder nach Haus gebracht. Und dann bin ich mit dem Bus hierher gekommen. Daher komme ich so spät.

K: Ach, das macht nichts. Aber, Yuka, der Film hat schon angefangen. Wollen wir lieber spazieren gehen?

Y: Ja, gern. Aber bitte nicht so lange.

K: Warum? Bist du müde?

Y: Ja, ein bißchen. Gestern hatten wir ein Abschiedsfest an der Uni. Wir sind in die Karaoke-Bar gegangen.

K: Da musstest du sicher viel singen und trinken, nicht wahr?

Y: Woher weißt du denn das?

K: Na, ich kenne dich doch schon lange. Wann bist du zurückgekommen?

Y: Erst nach Mitternacht.

K: Und wann bist du aufgestanden, wenn ich fragen darf?

Y: Um 12 Uhr mittags.

K: Ach, du schläfst einfach zu lange. Daher bist du so müde.



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Lektion 8 - Dialog 2(サッカーの人気)

K: Kilian / Y: Yuka



K: Der beliebteste Sport in Europa ist Fußball. Yuka, welche Sportart ist in Asien beliebt?

Y: Bei uns ist immer noch Baseball am beliebtesten. Viele Japaner sehen gern Baseballspiele im Fernsehen. Und auch in Korea und Taiwan ist Baseball genauso beliebt wie in Japan.

K: Und in China?

Y: Da ist Fußball beliebter als Baseball.

K: Ich habe gehört, seit der letzten Fußball-Weltmeisterschaft in Korea und Japan wird Fußball auch in Japan immer beliebter. Stimmt das?

Y: Ja, das kann man sagen. Viele Fußballstars sind damals nach Japan gekommen und haben uns begeistert. Beckham, Ronaldo, Kahn, sie waren wunderbar. Junge Leute spielen heutzutage mehr Fußball als Baseball.

K: Und wie ist es in Korea?

Y: Für Koreaner ist Fußball ein Nationalsport. Sie spielen besser Fußball als die Japaner. Bei der letzten Weltmeisterschaft erreichte Korea sogar das Halbfinale.

K: Ja, aber dann hat Deutschland Korea 1:0 (eins zu null) besiegt. Allerdings konnten wir den Pokal auch nicht gewinnen. Damals hat Brasilien am besten gespielt.

Y: Ja, die brasilianische Mannschaft war einfach die stärkste.



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Lektion 9 - Dialog 1(決まり文句)

K: Kilian / Y: Yuka



Y: Kilian, kannst du mir erklären, was das Wort "Klischee" bedeutet?

K: Hm, ... ein Klischee ist eine typische Vorstellung über eine bestimmte soziale oder ethnische Gruppe.

Y: Kannst du mir ein Beispiel dafür geben?

K: Zum Beispiel, ... viele Europäer denken, dass Japaner jeden Tag Sashimi essen.

Y: Das ist doch nicht wahr!

K: Natürlich, das trifft nicht die Wahrheit. Die meisten Klischees sind eben eine Art Vorurteil. Sie sind zwar meistens harmlos. Aber ab und zu sind sie doch auch diskriminierend, wenn es z. B. noch andere Probleme gibt.

Y: Andere Probleme? Was meinst du damit?

K: Zum Beispiel, ... viele Experten sagen, dass die Ausländerfeindlichkeit in Europa sehr oft durch das Arbeitslosenproblem entsteht.

Y: Tja,... ich weiß nicht, ob man die Ursache so einfach definieren kann.

K: Natürlich gibt es auch andere Gründe. Aber eines ist sicher. Das Problem liegt nicht bei den Ausländern, sondern kommt eher vom Versagen der Politik.

Y: Hattest du auch in Japan unangenehme Erfahrungen?

K: Unangenehm war es nicht gerade. Aber als ich in Japan war, habe ich oft gehört, dass Deutsche immer Bier trinken und Ole Ole singen. Das finde ich auch nicht so lustig.

Y: Ja, das verstehe ich. Heutzutage brauchen wir ein feineres Gefühl gegenüber den Menschen aus anderen Kulturen.



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Lektion 9 - Dialog 2(風邪をひいて)

K: Kilian / Y: Yuka



K: Yuka, was hast du denn? Du siehst sehr blass aus.

Y: Ich fühle mich nicht wohl. Ich habe Kopfschmerzen.

K: Hast du auch Fieber?

Y: Nein, aber ich fröstle ein bisschen, obwohl es heute so heiß ist.

K: Ich glaube, du hast dich erkältet. Du solltest lieber nach Hause gehen und dich ins Bett legen. Ich hole mein Auto, damit ich dich nach Hause fahren kann.

Y: Danke, aber das geht nicht.

K: Warum denn nicht?

Y: Weil ich heute um 5 Uhr mit Regina verabredet bin.

K: Kannst du sie nicht telefonisch erreichen?

Y: Nein, nicht mehr. Sie ist schon unterwegs und sie hat kein Handy.

K: Wo wolltest du dich denn mit ihr treffen?

Y: Vor der Bibliothek.

K: O.K., dann gibt es kein Problem. Ich werde ihr ausrichten, dass du nicht kommen kannst.

Y: Danke, Kilian.

K: Nichts zu danken. Ich beschäftige mich zur Zeit intensiv mit meiner Magisterarbeit. Ich wollte heute sowieso den ganzen Tag in der Bibliothek arbeiten.



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Lektion 10 - Dialog 1(歴史的な事件)

K: Kilian / Y: Yuka



Y: Kilian, was war für dich das größte historische Ereignis in deinem Leben?

K: Tja, ... diese Frage ist schwer zu beantworten. Aber ich würde den Mauerfall nennen.

Y: Ah interessant. Was hast du damals gedacht, als die Berliner Mauer gefallen war?

K: Hm, ... damals war ich erst 8 Jahre alt. Aber an den Tag erinnere ich mich noch ziemlich gut. Die Erwachsenen waren alle sehr bewegt. Auch in der Schule haben wir zusammen mit unserem Lehrer Fernsehnachrichten gesehen.

Y: Warst du auch froh?

K: Ja, bestimmt. Ich war auch froh, aber ohne dabei den Grund dafür zu wissen. Ich war damals einfach zu jung, um den ganzen Prozess richtig zu verstehen.

Y: Wir hören oft von dem Unterschied zwischen Ossis und Wessis. Sind die Menschen immer noch verschieden?

K: Nein. An der Uni kenne ich auch einige Kommilitonen, die aus der früheren DDR stammen. Und soviel ich feststellen kann, gibt es nicht mehr so große Unterschiede in unseren Verhaltens- und Denkweisen.

Y: Meinst du, dass die deutsche Wiedervereinigung in jeder Hinsicht vollendet ist?

K: Nein, noch nicht. Vor allem im Bereich der Wirtschaftspolitik gibt es immer noch viel zu tun. Zum Beispiel sagt mein Kommilitone aus Schwerin, dass man dort keine Arbeit findet. Daher müssen die meisten jungen Leute ihre Heimatstadt verlassen und entweder nach Hamburg oder nach München zum Arbeiten gehen.

Y: Das ist traurig.

K: Ja, wirklich traurig. Übrigens, Yuka, kann ich dir die gleiche Frage stellen?

Y: Natürlich. Das bewegendste historische Ereignis für mich wäre der Terroranschlag am 11. September in New York. Durch den Anschlag selbst und den darauffolgenden Krieg sind so viele Menschen ums Leben gekommen, und zwar fast live vor der Fernsehkamera.

K: Ja, das war schrecklich. Als die Mauer gefallen ist, haben wir geglaubt, wir seien vom Kalten Krieg befreit. Aber was Kriege und kleinere Konflikte betrifft, ist die Welt eher instabiler geworden.



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Lektion 10 - Dialog 2(クリスマス)

K: Kilian / Y: Yuka


Y: Kilian, wie wird Weihnachten in Deutschland gefeiert?

K: Hm, vier Wochen davor beginnt die Adventszeit. Das ist eigentlich der Anfang der Weihnachtszeit. Da werden überall in Deutschland Weihnachtsmärkte abgehalten. Und dort können wir allerlei Sachen kaufen, die für Weihnachten nötig sind.

Y: Stellt man auch einen Weihnachtsbaum in Deutschland auf?

K: Ja, natürlich. Das ist ein Brauch, der eigentlich von den alten Germanen stammt.

Y: Germanen? Wer ist denn das?

K: Das sind unsere Ahnen. Der Weihnachtsbaumbrauch, der schon vor der Christianisierung bestanden hatte, hat sich schon im 18. (achtzehnten) Jahrhundert im ganzen deutschsprachigen Gebiet verbreitet. Und dann wurde er von deutschen Einwanderern auch nach Amerika gebracht.

Y: Ach, das wusste ich nicht. Übrigens, bekommen deutsche Kinder auch Weihnachtsgeschenke?

K: Ja. Kleine Geschenke bekommen sie normalerweise am 6. (sechsten) Dezember, am Nikolaustag. Und zu Weihnachten tauscht man richtige Geschenke, die man vorher unter den Weihnachtsbaum gelegt hat.

Y: In Japan feiern junge Pärchen oft Weihnachten zu zweit. Wie ist das in Deutschland?

K: Weihnachten ist bei uns das Fest, an dem Verwandte und Familie sich zusammen finden und feiern. Zum Beispiel wohnen wir mit den Großeltern zusammen. Daher kommen jedes Jahr viele Verwandte zu uns, und wir feiern gemeinsam. Früher sind wir auch in die Kirche gegangen.

Y: Das erinnert mich irgendwie an das Neujahrsfest in Japan. Das feiern wir auch mit Familie und Verwandten. Wir besuchen dann einen Schinto-Schrein und ziehen ein Omikuji.

K: Omikuji? Was ist denn das?

Y: Das ist ein Orakelzettelchen, das Glück oder Unglück fürs kommende Jahr voraussagt.

K: Interessant. Wenn ich Gelegenheit hätte, würde ich Japan gern auch an Neujahr kennenlernen.


Copyright (C) Katsumi Iwasaki 2003